Reparatur
Reparatur einzelner Nägel
- eingerissener Nagel
- Absplitterung
- Bruch im Kunstnagel
CHF 15,00
Die Idee, kaputte Nägel zu reparieren, ist so alt wie die Eitelkeit selbst. Schon im alten Ägypten haben die Leute Risse oder Brüche mit natürlichen Mitteln geflickt – Bienenwachs, Harz, manchmal sogar Papier oder Stoff, um die Nagelplatte zu stabilisieren. Kein Hightech, aber erstaunlich clever.
Im 19. Jahrhundert wurde das Ganze etwas „hausfrauentauglicher“: Frauen nutzten Seidenstücke oder feine Stofffetzen, die mit Kleber über den Riss gelegt wurden. Das nannte man „Seidenreparatur“ – ein Vorläufer moderner Methoden.
Dann kam der große Sprung in die 1950er Jahre: Ein amerikanischer Zahnarzt (!) namens Fred Slack reparierte sich versehentlich seinen gebrochenen Fingernagel mit Acryl, dem gleichen Material, das er für Zahnfüllungen benutzte. Zufällig stellte er fest, dass es perfekt hielt und aussah wie ein echter Nagel. Damit war der Grundstein für die professionelle Nagelreparatur und später auch die Nagelverlängerung gelegt.
Ab den 1970er Jahren wurden daraus ganze Systeme: Gel, Acryl, Fiberglas – alles mit dem Ziel, nicht nur Nägel zu verlängern, sondern sie auch haltbar zu „retten“. Heute ist die Reparatur längst Routine – ob mit Schablone, Gel oder Spezialkleber.
Kurz gesagt: Aus improvisierten Flickversuchen mit Stoff und Wachs wurde eine eigene Beauty-Disziplin. Alles nur, weil jemand seinen Nagel retten wollte, bevor’s peinlich aussah beim Händeschütteln.